Schulprogramm der Katholischen Schule Herz Jesu
Kooperation von Schule und Hort
Ausgangslage - Begründung Die veränderte Situation von Familien im Allgemeinen und insbesondere die Tatsache, dass in vielen Familien beide Eltern berufstätig sind, erfordern unterstützende Betreuung der Kinder am Nachmittag. Dabei ist die finanzielle Situation von Familien häufig eingeschränkt, nicht nur bei Alleinerziehenden. Nur ganz wenige Familien können eine Betreuung der Kinder privat finanzieren. Hinzu kommt, dass die Zahl der Familien mit Einzelkindern gestiegen ist.
Hieraus ergibt sich die Notwendigkeit, Ganztagsbetreuung anzubieten. Die Katholische Schule Herz Jesu ist eine verlässliche Halbtagsgrundschule (VHG) mit ergänzender Betreuung am Nachmittag im Hort. Der Besuch des Horts ist freiwillig und kostenpflichtig.
   
Zielsetzung Der Hort will Kinder fördern und unterstützen. Es werden altersgemischt Aktivitäten (Sport, Musik, Theater, Backen, Werken usw.) sowie eine individuelle Hausaufgabenbetreuung für alle angeboten. Die Gemeinschaft der Schule findet im Hort eine Ergänzung. Die Mitarbeit der Horterzieher in der VHG stützt die Zusammenarbeit.
Der Hort will Kinder in Schul- und Lebenssituationen begleiten. Er versteht sich auch als "Familie", ohne diese ersetzen zu wollen. Kinder, die ohne Geschwister aufwachsen, lernen von anderen Kindern. Wesentliche Aspekte sind immer auch das freie Spiel und freie Zeit, sowie die Rückzugsmöglichkeit in Ruhezonen. .
   
Umsetzung Beim gemeinsamen Mittagessen macht der Hort Gemeinschaft erfahrbar. Das Essen wird gemeinsam am Tisch begonnen, eingenommen und beendet. Es gibt ein Tischgebet und Tischmanieren werden gepflegt. Es geht nicht nur um das Sattwerden, sondern um Fürsorge. Ein Caterer versorgt die Kinder mittags mit abwechslungsreicher Kost. Darüber hinaus werden kleine Lieblingsgerichte gekocht und zu den Geburtstagen Kuchen gebacken. Festtage werden im Hort mitgestaltet, Gottesdienste der Schulgemeinschaft werden begleitet.
Die Kinder werden im Nachmittagsbereich altersgemischt betreut. Die Gruppenstärke liegt in der Regel bei 17 Kindern. Dabei gibt es für jedes Kind eine feste Bezugsperson. Verschiedene Räume bieten den Kindern die Möglichkeit, je nach Bedürfnis Aktivität oder Ruhe zu suchen.
Vertrauen und Hinwendung kennzeichnen den wechselseitigen Dialog zwischen Kindern und Erziehern.
   
Evaluation In regelmäßigen Gesprächen wird das Konzept Schule-Hort kontinuierlich überprüft. Die Angebote im Nachmittagsbereich richten sich nach der Nachfrage und werden den Bedürfnissen der Kinder angepasst. Anregungen von Eltern werden aufgenommen, Elternvertreter vermitteln diese. Größere Aktivitäten (Christliche Festtage, Gottesdienstbesuche, Projekttage) werden abgestimmt. Turnusgemäß finden Elterngespräche statt.
  Berlin, Juli 2008
Hortkinder
Hortkinder
   
© Katholische Schule Herz Jesu Berlin